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Begegnung und Besinnung in Bernkastel-Kues

„Auf den Spuren des Nikolaus von Kues“

Es war ein gelungener Tag, den sich Pfr. Otmar Fechler, der Geistliche Beirat des DJK-Diözesanverbandes Trier, hatte einfallen lassen. 26 interessierte DJK´ler und DJK´lerinnen trafen sich zu einem erlebnisreichen Tag im Cusanusstift in Bernkastel-Kues, um sich auf die „Spuren des Nikolaus von Kues“ zu begeben.

Nikolaus von Kues – geboren 1401 in Kues an der Mosel, heute Bernkastel-Kues, gestorben am 11. August 1464 in Todi, Umbrien – war ein berühmter, universal gebildeter deutscher Philosoph, Theologe und Mathematiker. Auch in der Kirchenpolitik spielte er als Kardinal (ab 1448), päpstlicher Legat und ab 1450 Fürstbischof von Brixen eine bedeutende Rolle, insbesondere in den Auseinandersetzungen um die Kirchenreform. Er gehörte zu den ersten deutschen Humanisten in der Epoche des Übergangs zwischen Spätmittelalter und Früher Neuzeit. Viele Gründe diesen bedeutenden Menschen des Bistums Trier vorzustellen und kennen zu lernen. Sehr anschaulich brachte die Bibliothekarin des Cusanusstifts, Gabriele Neusius, den Teilnehmer/innen diese wichtige und vielseitige Person des Mittelalters nahe und zeigte sein Wirken in Rom, Brixen und Bernkastel-Kues auf. Beeindruckend war insbesondere die Führung durch die Privatbibliothek des Nikolaus von Kues, die noch fast vollständig, teilweise mit Originalhandschriften ausgestattet, vorhanden ist und die das umfangreiche Wirken und Schaffen dieses bedeutenden Gelehrten beschreibt. Ein Kleinod beachtlicher Schätze an Dokumenten liegt in Bernkastel-Kues vor.
Begonnen hatte der Tag mit einem Glas Sekt in der Vinothek des Stifts und der Begrüßung durch den Rektor Prälat Dr. Diekmann, der sich sichtlich über den Besuch der DJK freute, war er doch seinerzeit Präses der DJK im Bistum Hildesheim und der DJK Köllerbach im Saarland. Gemeinsam mit ihm feierte die DJK-Gemeinschaft zum Abschluss einen Gottesdienst in der Kapelle des Cusanusstifts. Sowohl die zahlreichen Teilnehmer/innen, als auch Pfr. Otmar Fechler und Diözesanvorsitzende Rosemarie Schorr bedankten sich bei Dr. Diekmann für einen sehr gelungenen Tag und die Öffnung der Pforten des Cusanusstifts mit einer mitgebrachten DJK-Kerze.
Nach einer gemütlichen Abschlussrunde in freudiger Stimmung verabschiedeten sich die Teilnehmer/innen, gestärkt mit viel Wissen über eine bedeutende Figur des Bistums Trier, nach Koblenz, Ochtendung, Mayen, Hülzweiler, Marpingen, Trier und Brey.


Kirche und Sport haben vieles gemeinsam und ergänzen einander

Die Kirchen sind überzeugt, dass eine Orientierung am christlichen Ethos für den Sport und die Sportler eine Hilfe sein kann, weil gerade die christliche Botschaft zu einem vertieften und umfassenden Menschsein verhilft.

“Sport und christliches Ethos”
Gemeinsame Erklärung der Kirchen zum Sport.

Kontakte zwischen Kirchen-/Pfarrgemeinden und Sportvereinen sind von großer Bedeutung für das gesellschaftliche Klima und den Zusammenhalt der Menschen in einem Ort. Ziel muss ein konstruktives Miteinander sein, in dem beide voneinander lernen.

“Sport und christliches Ethos”
Gemeinsame Erklärung der Kirchen zum Sport.



Wussten Sie schon,...?

… dass in den großen, gewachsenen Gemeinschaften wie Kirche und Sport ein Großteil der Bevölkerung eine Heimat gefunden hat.

… dass ein Drittel der rheinland-pfälzischen Bevölkerung in Sportvereinen Mitglied ist, und dass 91,7 Prozent der katholischen oder evangelischen Kirche angehören.

… dass sich aus dieser Tatsache konkrete, aktuelle Berührungs-, Begegnungs- und Bewährungsfelder zwischen Kirche und Sport ergeben.

… dass die Kirche und der Sport vom Engagement der ehrenamtlich tätigen Menschen leben.

… dass diese Tatsache in der gemeinsamen Erklärung der Kirchen zum Sport “Sport und christliches Ethos” 1990 wie folgt dokumentiert wurde: “Der ehrenamtliche Dienst an der Gemeinschaft mit seinen sozialen, pädagogischen und gesellschaftlichen Aufgaben verdient Respekt und Anerkennung durch Kirchen und Gesellschaft. Dieses selbstlose Engagement ist gelebte Christlichkeit und durchaus mit dem Engagement in diakonischen oder caritativen Einrichtungen vergleichbar. Für die Brücke zwischen Kirche und Sport ist es unverzichtbar, dass sich viele Gläubige aus christlicher Verantwortung zur Mitarbeit im Sport und in den Sportvereinen bereit finden” (4.5. Das Ehrenamt im Sport).

… dass somit hunderttausende ehrenamtlich tätige Mitbürgerinnen und Mitbürger in beiden Bereichen – in der Kirche und im Sport – als Stützen unserer Gemeinschaft aktiv sind. Sie arbeiten als Vorsitzende, Jugendleiter, Geschäftsführer, Schatzmeister, Übungsleiter, Organisationsleiter, Platzwarte und in vielen anderen Funktionen. In der Kirche engagieren sie sich ehrenamtlich im Pfarrgemeinderat oder Presbyterium; sie betreuen Jugendgruppen, sind in der Erwachsenenbildung aktiv oder bei der Schaffung von Begegnungen im sportlichen Wettkampf ebenso wie beim christlichen Dialog.

… dass dieses Engagement auf gemeinsame Wurzeln zurückgeht, die durch die christliche Botschaft geprägt sind. Diese erwartet elementare Verhaltensweisen, wie Rücksichtnahme, Toleranz, Gleichbehandlung, Offenheit, Vertrauen, Fairneß, Aufrichtigkeit, Geradlinigkeit …

… dass der Landessportbund Rheinland-Pfalz aus dieser Überzeugung heraus eine
Wanderausstellung zum Thema “Fair-Play” für die Schulen organisiert hat und auf jedem Fußballplatz auf großflächigen Transparenten für Fairneß wirbt.

… dass sich aus diesem Anspruch religiöse Sportverbände Anfang der zwanziger Jahre
gegründet haben, so die katholische “Deutsche Jugendkraft” (DJK) und die evangelische “Arbeitsgemeinschaft Eichenkreuz”.

… dass einige Pfarrer sonntags auch als Schiedsrichter auf dem Sportplatz stehen und viele Übungsleiter ihren Beitrag im Einsatz für die Pfarrgemeinde leisten.

Sie sehen, es scheint notwendig, die bestehenden Kontakte zu pflegen und auszubauen oder noch nicht bestehende aufzubauen und mit Leben zu füllen. Partnerschaftliches Kooperieren auf dem Feld “Kirche und Sport” bietet vielfältige Chancen. Das Leben miteinander und die damit verbundenen Kontaktpunkte ergeben sich aber gerade vor Ort in Ihrer Gemeinde, wo es um Mitarbeit und Mitgestalten geht.

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Helfen sie mit, …

… dass Termine von Kirche und Sport gegenseitig abgesprochen werden.

… dass Vereinsweihnachtsfeiern, Feste und Jubiläen gemeinsam geplant und gestaltet werden.

… dass Freizeitangebote für Jugendliche und Erwachsene untereinander abgestimmt werden.

… dass neue übergreifende Themen wie Sportexerzitien/Rüstzeiten sowie Fahrradtouren und Wanderungen “Mit der Bibel unterwegs”, die durch Besinnung und Bewegung zum Nachdenken und Neuorientieren anregen wollen, bekannt gemacht und ausprobiert werden.

… dass im örtlichen Pfarrbrief/Gemeindebrief auf Sportangebote, in der Vereinszeitschrift auf kirchliche Aktivitäten hingewiesen wird. Seit 1974 gibt es den Landesarbeitskreis “Kirche und Sport” in Rheinland-Pfalz, der sich mit Fragen auseinandersetzt, die sowohl für die Kirchen als auch für den Sport von Interesse sind.