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30. Oktober 2010

DJK-Landesverbandstag Rheinland-Pfalz in Mainz

Britta Jappsen neue Präsidentin des DJK-Landesverbandes Rheinland-Pfalz – Rainer Fabian und Bernd Schlosser verabschiedet

Britta Jappsen (Oberwesel) ist die neue Präsidentin des DJK-Sportverbandes Landesver-band Rheinland-Pfalz. Die Delegierten der Mitgliedsverbände wählten sie am vergangenen Samstag in Mainz einstimmig zur Nachfolgerin von Rainer Fabian (Ludwigshafen), der ge-meinsam mit dem Schatzmeister Bernd Schlosser (Betzdorf) verabschiedet wurde. Volker Monnerjahn, der Präsident des DJK-Sportverbandes mit Sitz in Düsseldorf, unterstrich die Bedeutung des DJK-Netzwerks in Kirche und Sport. Die Landesregierung Rheinland-Pfalz mit dem Ministerium des Innern und für Sport vertrat Gunter Fischer, der der DJK als werte-orientiertem Sportverband dankte. Dieter Noppenberger überbrachte die Grüße des Landes-sportbundes Rheinland-Pfalz.

Die neue Präsidentin dankte nach ihrer Wahl den Delegierten der Mitgliedsverbände im DJK-Landesverband Rheinland-Pfalz. „Ich darf Ihnen versichern, dass ich wie mein Vorgänger auch die vorhandenen Dinge, die sich als gut erwiesen haben, konservieren werde, sensibel sein werde für neue Entwicklungen in Sport und Kirche und als Teamplayerin gleichberech-tigt und konstruktiv mit den Kollegen und Kolleginnen die Zukunft unseres christlichen DJK-Sportverbandes gestalten werde. Einer meiner Wahlsprüche lautet: „Verstehen kann man das Leben rückwärts, leben muss man es aber vorwärts“, so der dänische Theologe und Philosoph Sören Kierkegaard. Gehen wir gemeinsam kreativ und konstruktiv die Zukunft an.“

In seiner Begrüßung verdeutlichte Fabian, dass in den vier Jahren seit dem letzten Landes-verbandstag in Oberwesel 2006 die Mitgliederzahl geringfügig zurück ging. Angesichts ins-gesamt statistisch gesehen rückläufiger Bevölkerungszahlen ist dies jedoch insgesamt posi-tiv zu werten. „Dies ist ein Zeichen, dass wir weiterhin attraktiv sind als christlicher Sportver-band“. Fabian, der nach neun Jahren als Präsident und vorher als Vizepräsident aktiv war, fasste die zurückliegende Zeit zusammen: „Für mich war das eine Zeit, die mir auf Grund des freundschaftlichen Umgangs im Landesverbandspräsidium viel Freude gemacht hat.“ Er dankte allen für den gemeinsam zurückgelegten Weg.

Mit besonderer Freude begrüßte Rainer Fabian unter den Ehrengästen in Vertretung des Sportministers Gunter Fischer, Dieter Noppenberger als Vizepräsident des Landessportbun-des Rheinland-Pfalz und Präsident des Sportbundes Pfalz, von der Landtagsfraktion der FDP, Herrn MdL Walter Strutz, sowie den Präsidenten des DJK-Bundesverbandes und Fest-redner Volker Monnerjahn.

„Seht, da ist der Mensch!“: Unter diesen Satz des Pilatus stellte der Geistliche Beirat des DJK-Landesverbandes, Pfarrer Michael Kühn (Landstuhl), sein Geistliches Wort. Der Mensch sei ein liebenswerter Gedanke Gottes und dieser Kultur entsprechend gelte es auch den Sport zu prägen. Deshalb seien in der DJK auch alle Willkommen: Alt und Jung, Gesun-de und Kranke, Freizeitsportler und Wettkämpferinnen.

Der Präsident des DJK-Bundesverbandes Volker Monnerjahn sprach zum Thema „Netzwerk DJK“. Er nutzte das Bild des Spinnennetzes, um Strukturen und Anknüpfungspunkte zu er-läutern. Insbesondere die Mittlerfunktion des DJK-Sportverbandes zwischen Kirche und Sport erwähnte er, stelle die DJK doch den Knotenpunkt beider Organisationen da.

Walter Strutz, bekennender Mainz 05 Fan, unterstrich die positive Wirkung von Netzwerken, wies aber auch auf die rechtlichen Implikationen mit Blick auf den Datenschutz hin. Und der FC Kaiserslautern Fan Gunter Fischer aus dem Sportministerium überbrachte die Grüße des Sportministers Bruch. Er dankte der DJK für das breite ehrenamtliche Engagement im Sport und unterstrich die soziale Bedeutung. „Ehrenamtliche Arbeit ist ein Eckpfeiler unserer statt-lichen Ordnung.“

Dieter Noppenberger überbrachte die Grüße des Landessportbundes und der drei Sportbün-de. Für ihn verdeutliche die DJK die besondere Verknüpfung von Bewegung und Christ sein als Einheit. Hier könne Partnerschaft und Gemeinschaft im Sport und im Gottesdienst erlebt werden. Besonders dankte er dem scheidenden Präsidenten für die gute und konstruktive Zusammenarbeit.

In der Plenarsitzung wählten die Delegierten aus den DJK-Diözesanverbänden Limburg, Mainz, Speyer und Trier sowie die Vertreter der Historischen Schützenbruderschaften Britta Jappsen zur Präsidentin. Ihr Stellvertreter ist Norbert Page (Limburgerhof), Geistlicher Beirat Pfarrer Michael Kühn (Landstuhl), Sportwart Wolfgang Friedsam (Oberwesel), Jugendleiter Daniel Marschollek (Mainz), Schatzmeister Aloysius Mester (Betzdorf). Karl-Ludwig Ehrlich (St. Sebastian) ist der gewählte Vertreter des Bundes der historischen Deutschen Schützen-bruderschaften.

Jappsen verabschiedete Fabian und Schlosser: Zwei Personen, die im letzten Jahrzehnt, ja bereits vorher die Arbeit im DJK-Landesverband Rheinland-Pfalz als christlichem Sportver-band prägten und deren Handschrift deutlich zu lesen ist. „Euer Mitdenken und Mitgestalten prägte den Verband“, so Jappsen. Auch dankte sie dem Geschäftsführer Rainer Mäker für die geleistete Arbeit im vergangenen Jahrzehnt.

Der Landesverbandstag ist das höchste Entscheidungsgremium des DJK-Sportverbandes in Rheinland-Pfalz. Es tritt alle vier Jahre zusammen, um das Präsidium zu wählen und die Weichen für die Zukunft zu stellen. In 226 DJK-Vereinen sind fast 44 000 Mitglieder enga-giert. Der DJK-Landesverband ist Mitglied des katholischen DJK-Sportverbandes mit Sitz in Düsseldorf und außerordentliche Mitgliedsorganisation des Deutschen Olympischen Sport-bundes (DOSB).

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