33. DJK-Diözesantag in Ochtendung
Neuwahlen und Sofagespräch mit Weihbischof Jörg Michael Peters
Der 33. DJK-Diözesantag im Bistum Trier fand am Sonntag, dem 18. April 2010 in der Kulturhalle in Ochtendung statt. Neben den Neuwahlen des Vorstandes standen unter anderem ein Impulsreferat von DJK-Präsident Volker Monnerjahn (Oberwesel) zum Thema „Kirche und Sport vor Ort“ und ein Sofagespräch mit dem Trierer Weihbischof Jörg Michael Peters auf der Tagesordnung.
![]() |
Der Diözesantag begann mit einem feierlichen Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Martin, der vom Geistlichen Beirat des DJK-Diözesanverbandes Trier, Pfr. Otmar Fechler (Wehr) und Diakon Klaus Book (Welschbillig) zelebriert wurde. Im festlichen Rahmen mit Bannereinzug, wurde in der Messe deutlich, wie die DJK, als Verband in der Kirche, Menschen über den Sport bei Glaubensfragen stärken kann. „Es lohnt sich immer wieder das Netz nach den Menschen auszuwerfen, um sie zum Glauben zu führen, ihnen Orientierung im Leben zu bieten!“
Die festliche Stunde eröffnete Diözesanvorsitzende Rosemarie Schorr (Marpingen). Sie begrüßte die zahlreichen Ehrengäste herzlich und führte in den vielfältig gestalteten Diözesantag ein. Mit Volker Monnerjahn (Oberwesel) konnte der DJK-Präsident zu einem Impulsreferat zum Thema „Kirche und Sport vor Ort“ gewonnen werden. In seinen Ausführungen skizzierte er die Rahmenbedingungen für ein gelingendes Miteinander von Kirche und Sport. Dabei zeigte er Problemfelder auf, aber auch Chancen und Möglichkeiten, die sich an der Basis eröffnen. „Kirche und Sport“ können sich viel geben und gemeinsam den Menschen zu einem guten und glücklichen Leben verhelfen, wenn sie aufeinander zu gehen und sich stützen.
Die konkrete Umsetzung dieses Dialoges und der gemeinsam daraus entstehenden Aufgaben, verdeutlichten Ortsbürgermeisterin Rita Hirsch und Vorsitzender Bernd Butter der DJK Ochtendung im Gespräch mit Rainald Kauer, dem Jugend- und Bildungsreferenten des DJK-Verbandes. Am Beispiel Ochtendung lässt sich eine fruchtbare und gute Zusammenarbeit zwischen Kirche, Gemeinde und Sport aufzeigen. Das geschaffene Netzwerk ist in Takt, denn die handelnden Personen suchen den Austausch zum Wohle der Bevölkerung.
Im Anschluss fanden Ehrungen statt. Anita und Horst Fuhrmann (DJK Ochtendung) wurden mit dem Ehrenzeichen in Gold für ihr jahrelanges Engagement im Verein und Verband geehrt. Bernd Schlosser (DJK Betzdorf) erhielt für seine Verdienste auf Diözesan- und Landesebene das Carl-Mosterts-Relief.
Delegiertenversammlung und Wahlen
Nachdem die Tagesordnung der Delegiertenversammlung genehmigt und zwei Protokollführer gewählt wurden, berichtete Rosemarie Schorr über die Ereignisse der vergangenen vier Jahre. Jugendleiter Sebastian Jochum (DJK Kutzhof), führte einen Film mit Bildimpressionen der Jugendarbeit in den vergangenen Jahren vor. Marc Heinzen, Mitarbeiter der DJK-Geschäftsstelle, verschaffte einen umfassenden Überblick über die Finanzen, die von den beiden Kassenprüfern Peter Hammer (DJK Kruft/Kretz) und Horst Fuhrmann (DJK Ochtendung) bestätigt wurden.
![]() |
Der Vorstand wurde daraufhin unter der Versammlungsleitung von Volker Monnerjahn entlastet und neu gewählt. Rosemarie Schorr (DJK St. Michael Marpingen) wurde von der Versammlung einstimmig an die Spitze des DJK-Verbands gewählt. Aloysius Mester (DJK Betzdorf), Franz Dirr (DJK Matzen), Sebastian Jochum (DJK Kutzhof) und Manfred Butter (DJK Ochtendung) fungieren zukünftig als stellvertretenden Vorsitzende. Otmar Fechler bleibt weiterhin Geistlicher Beirat und führt das Beiräte-Team mit Pastor Heinz Christ (Neuwied-Engers) und Diakon Klaus Book. Der Schatzmeister Robert Kufs (DJK St. Matthias Trier) gab sein Amt an Peter Michaeli (DJK Irrel) ab. Aloysius Mester wurde als Sportwart wiedergewählt und Petra Rausch-Dupont (DJK Oberthal) ist neue Sportwartin. Die beiden Jugendleiter Stefanie Beck (TuS DJK Herdorf) und Sebastian Jochum (DJK Kutzhof) wurden abermals wieder von der Versammlung bestätigt.
Die Positionen der einzelnen Fachwarte wurden wie folgt besetzt: Sven Zavelberg (DJK Plaidt, Badminton), Daria Paulus (DJK SV Hülzweiler, Boule), Petra Rausch-Dupont (DJK Oberthal, Handball), Ortwin Krebs (DJK Köller-bach, Leichtathletik), Ewald Orthen (DJK Selbach, Rhönradturnen), Carsten Thewes (DJK Sulzbach, Tennis), Jürgen Braun (DJK Heusweiler, Tischtennis) und Elmar Wertebach (DJK Mudersbach, Turnen).
Am Ende der Delegiertenversammlung gab Rosemarie Schorr einen Ausblick auf die kommenden beiden Jahre: die Jugendarbeit vorantreiben, mehr DJK-Vereine zu Veranstaltungen führen und die Öffnung des Verbandes für zukunftsweisende Zielgruppen und Themen gewährleisten, so dass sich DJK in gesellschaftlich turbulenten Zeiten weiterhin positiv entwickelt. Denn ein an christlichen Werten orientierter Sportverband ist gefragt und von Nöten! Im Weiteren informierte Rosemarie Schorr die Versammlung über anstehende Veranstaltungen. So soll 2012 ein zweitägiger Diözesantag das 60 jährige Jubiläum des Verbandes würdig feiern.
Weihbischof Peters auf dem Sofa
![]() |
Inzwischen traf der Weihbischof Jörg Michael Peters in der Kulturhalle ein, der am Tag zu vor seinen 50. Geburtstag im Rahmen der Heilig Rock-Tage mit über 2.000 Firmlingen im Trierer Dom feierte. In guter Atmosphäre entlockte ihm Bildungsreferent Rainald Kauer in einem Sofagespräch Antworten rund um das Thema „Kirche und Sport“. Gespannt und konzentriert lauschten die anwesenden Delegierten den Ausführungen des Weihbischofs. Als Beauftragter der Jugendkommission der deutschen Bischofskonferenz ist er für die DJK-Sportjugend zuständig und lebt mit Begeisterung diese Aufgabe aus. „Sport als Freude erleben. Der Sport macht deutlich, dass das Leben nicht nur Spaß ist.“ Gerne geht er schwimmen, radelt entlang der Mosel und ist fasziniert vom Stabhochsprung, den er als Zuschauer bei der Leichtathletik Weltmeisterschaft im vergangenen Jahr in Berlin hautnah erleben konnte. „Kirche lebt davon, dass Menschen sich engagieren,“ daher schätzt er den Einsatz der DJK-Verantwortlichen in Kirche, Sport und Gesellschaft. In Bezug auf die Qualifizierungsmaßnahmen der DJK sagte Weihbischof Peters, dass „die sportliche und menschliche Qualifikation besonders wichtig ist, um Jugendlichen bei ihrer Entwicklung zur Seite zu stehen.“ Natürlich fordert er die DJK auf, an der Basis sich stärker einzubringen, „der Kontakt zwischen Sportverein und Kirche darf man sich nicht auf den Amtsträger fixieren lassen, es ist z. B. auch denkbar, dass sich der DJK-Verein in den kirchlichen Gremien einbringt.“. Darüber hinaus könnte er sich auch ein stärkeres Engagement der DJK-Sportjugend im Bereich des BDKJ vorstellen. Weihbischof Peters fühlte sich im Kreise der DJK-Verantwortlichen sichtlich wohl. Er lies es sich nicht nehmen, trotz eines eng gesteckten Terminkalenders sich den Fragen auch der Teilnehmer zu stellen. Seine Begeisterung für den Sport und die DJK steckt an und ist vorbildlich und voller Engagement, das spürten die Delegierten. Mit großem Applaus wurde ihm gedankt und er verabschiedet. Natürlich gab es auch ein sportliches Geschenk, eine Slackline, auf der er im Rahmen des diesjährigen Bundesjugendtages bereits seine ersten Erfahrungen als „Seiltänzer“ machte.
Die Tanzmäuse und die Blau-Weiße Garde der DJK Ochtendung führten im Laufe des Tages ihr Können vor und lockerten die ganze Veranstaltung mit flotten Tänzen auf.
Der 33. DJK-Diözesantag war spannend und interessant, abwechslungsreich und inspirierend, weil er ein Thema bediente, das alle DJK-Vereine vor Ort betrifft. Wie wird sich die Zukunft der DJK-Vereine im Bezugsfeld von Kirche und Sport entwickeln? Antworten, die Perspektiven eröffnen gilt es nun in der Praxis zu finden. Mit der Ausrichtung des Diözesantages und seinem Einsatz in Gesellschaft und Kirche, hat sich die DJK Ochtendung ein großes Lob und herzlichen Dank verdient.



nach oben!