Headimage
Home - Sitemap - Kontakt - Impressum drucken!



25. November 2009

Ausbildungsinitiative Südwest setzt Schwerpunkt im Bereich Rückenschule

Große Resonanz bei Fortbildung

Immer wieder wurden nützliche Korrekturen gegeben.

Mitte November trafen sich 35 DJK-Übungsleiter/innen zu einer Spezialfortbildung zum Thema „Rückenschule“ in Mainz. Dabei wussten die beiden Münchner Physiotherapeuten Sabrina Kriechbaum und Christian Wehner sehr gezielt ihr Wissen an die interessierte Übungsleiter zu vermitteln. Die Ausbildungsinitiative Südwest, der DJK-Diözesanverbände Speyer, Mainz, Limburg, Freiburg und Trier, hatten zu dieser hochwertigen Fortbildung ihre ausgebildeten Praktiker aus den DJK-Sportvereinen eingeladen.

Wirbelsäulengymnastik gehört heute zu den beliebten Angeboten im Bereich des Präventionssports. Die teils sehr unterschiedlichen Konzepte nehmen alle für sich in Anspruch, einen guten Beitrag zur Vorbeugung von Beschwerden im Zusammenhang mit der Wirbelsäule, leisten zu können. In zahlreichen Fortbildungen werden oft die verschiedensten Konzepte erlernt, ohne dass ein Verständnis für die Art und Weise gefördert wird, wie Wirbelsäulengymnastik eigentlich funktioniert. Die Ausbildung hatte daher das Ziel, das nötige theoretische Wissen zu vermitteln, um ein Verständnis für die Funktionsweise der Wirbelsäulengymnastik als Maßnahme zur Vorbeugung von Beschwerden zu bekommen. Die beiden Referenten griffen dabei auf das Modell von Panjabi (1992) zurück. Dieses Modell beschreibt die Funktionsweise der Stabilisation der Wirbelsäule auch im Hinblick auf mögliche Beschwerden. Nach Panjabis Meinung ist das optimale Zusammenspiel dreier Systeme, die sich gegenseitig beeinflussen, nötig, um die Stabilität der Wirbelsäule zu gewährleisten. Das erste ist das passive Subsystem, bestehend aus Wirbelkörpern, Facetten-gelenken, Bandscheiben, Bändern und Kapseln. Seine Aufgabe (besonders die der Bänder und Kapseln) besteht vor allem darin, mit Hilfe der eingebauten Sensoren Informationen über Spannung, Druck und Gelenkstellungen zu ermitteln.

Die Eigenerfahrung stand im Mittelpunkt der Fortbildung.

Erst in zweiter Linie, nämlich jeweils am Ende des Bewegungs-maximums dienen diese Strukturen auch der Einschränkung der Beweglichkeit, d.h. sie sorgen dafür, dass sie nicht über das normale Maß hinaus bewegt werden können. Das zweite, das aktive Subsystem, besteht aus Muskeln und Sehnen. Aufgabe der Muskeln ist es, die benötigten Kräfte zu generieren und die Stabilität der Wirbelsäule zu gewährleisten. Die Sehnen geben mit ihren eingebauten Sensoren eine Rückmeldung über die Höhe dieser Kräfte. Das neurale Kontrollsystem ist das dritte Subsystem im Bunde. Seine Aufgabe ist es, die Information der Sensoren weiterzuleiten, zu verarbeiten und entsprechende Befehle, z.B. an das aktive Subsystem zu erteilen. In anschaulichen Übungen wurde zwei Tage lang intensiv in Partnerübungen geübt und eine Sensibilisierung für das Thema geschaffen. Mehr Klarheit und Sicherheit für die Tätigkeit als Übungsleiter konnte vermittelt werden.
Neben diesen fachlichen Anregungen ging es in der Fortbildung allerdings auch darum, die gemachten Erfahrungen in der Vereinspraxis auszutauschen, zu diskutieren und Problemfälle zu lösen. Dazu wurde genügend Raum und Zeit zum Austausch gegeben. Die Teilnehmer/innen aus 18 DJK-Sportvereinen zeigten sich sichtlich angetan von dieser informativen, kurzweiligen und intensiven Begegnung in Mainz. Das Begleitprogramm hatten die hauptberuflichen Referenten Joachim Sattler (Speyer), Stefan Wink (Mainz), Michael Gosebrink (Freiburg) und Rainald Kauer (Trier) zusammengestellt und umgesetzt.

Der Austausch über Problemstellungen wurde öfters intensiv genutzt.

Zurück