Headimage
Home - Sitemap - Kontakt - Impressum drucken!



31. August 2009

Gottesdienst zur Eröffnung der Leichtathletik-WM

Stabhochsprung finde ich besonders stark

Weihbischof Jörg Michael Peters feierte in Berlin den Gottesdienst zur Eröffnung der Leichtathletik-WM.

Kann man sich heute noch am Leistungssport erfreuen angesichts der vielen Doping-Fälle?

Am Sport selbst kann man sich auf jeden Fall noch erfreuen. Zwar ist der Leistungssport durch die Doping-Fälle unter einem Negativvorzeichen im Blick, doch darf das nicht dazu führen, dass die Doping-Fälle den Leistungssport insgesamt in Verruf bringen. Das sind immer noch Einzelfälle.

Welche Rolle spielen Kirche und Glaube auf einem Event wie der Leichtathletik-WM, auch gerade außerhalb des Gottesdienstes?

Kirche sieht hier ganz klar die Notwendigkeit zur Seelsorge. Sowohl von katholischer als auch von evangelischer Seite sind Sportpfarrer vor Ort, die die Athleten einzeln und in ihren Teams begleiten, Gespräche sowie Impulse in den Tag hinein anbieten. Außerdem haben die Kirchen in den Sportler-Hotels „Oasen der Stille“ eingerichtet. Während des Ökumenischen Gottesdienstes war es mir wichtig zu betonen, dass wir als Gottes geliebte Geschöpfe unsere Würde haben, dass wir diese nicht erkämpfen, in Konkurrenz und Wettkampf verteidigen müssen. Das Verbindende zwischen Religion und Sport ist, dass beides Menschen zusammenführt.

Welches ist Ihre Lieblingsdisziplin und warum?

Stabhochsprung finde ich besonders stark, dem 100-Meter-Lauf hingegen kann ich nicht so viel abgewinnen: Kaum begonnen ist er auch schon wieder vorbei. Insgesamt finde ich es spannend zu sehen, wie Menschen beim Sport an ihre Grenzen gehen, was sie durch Training und Konzentration alles erreichen können. Während meiner Schulzeit bin ich gern geschwommen und hab Volleyball gespielt. Das konnte ich ganz gut. Ein Sport-Ass bin ich aber nie gewesen. Ich mag auch Radfahren, doch leider komme ich zu wenig dazu, Sport zu treiben.

Interview: Eva-Maria Werner

Zurück